„Lerne, ruhig und still zu werden – selbst mitten in Schwierigkeiten. Das ist der Weg, alle Hindernisse zu überwinden.“ – Mirra Alfassa
Im Februar liegt bereits ein feines Versprechen in der Natur: Unter der stillen Oberfläche sammelt sich neue Kraft, und das Licht kehrt spürbar zurück. ✨
In der Aufstellung ist die Stille der Moment, in dem sich das Feld sammelt. Der Atem wird ruhiger, der Raum weiter – und etwas Wesentliches wird erkennbar. In dieser stillen Klarheit zeigt sich, was neu entstehen will.
🐶 Tiere erinnern uns daran auf natürliche Weise. Hunde reagieren nicht auf Worte, sondern auf das, was wir verkörpern. Wenn Unruhe in mir lebt, antwortet ihr Nervensystem mit Anspannung. Wenn ich im Körper ankomme – präsent, weich, geerdet – folgt das Feld diesem Zustand.
Was sich verändert, ist nicht das Gegenüber, sondern der Raum zwischen uns.
In den Aufstellungen ist diese verkörperte Stille entscheidend. Sie ist kein Erstarren, sondern ein Innehalten, in dem das System ausatmet. Einschränkende Verhaltensmuster, sogenannte Gefangenschaften, dürfen zur Ruhe kommen, damit sich zeigen kann, was wirklich gesehen werden will.
Aus der Stille wächst neue Bewegung. 🌱
Nicht gemacht, sondern empfangen.
Nicht erzwungen, sondern durch Dasein.
Wenn der Körper weich wird und die Präsenz sich vertieft, beginnt sich Widerstand zu lösen. Nicht durch Kampf, sondern durch Erkennen. Neues Sehen, neue Empfindungen und neue Möglichkeiten tauchen auf – unaufdringlich, aber klar.
Aus systemischer Sicht sind dies ganz besondere Momente: Das innere System kann sich erholen und auf stimmige Weise neu ausrichten.
Stille ist nicht das Gegenteil von Veränderung und persönlicher Entwicklung.
Sie ist die Quelle, aus der Vertrauen, Leichtigkeit und eine tiefe Freude am Lebendig-Sein entstehen. 🌊